Forensik von Voice-over-IP-Installationen und Mobiltelefonen

Art der Arbeit: Bachelorarbeit, Masterarbeit, Studienarbeit, Diplomarbeit (der Umfang wird entsprechend angepasst)

Fachlicher Hintergrund: Die Digitale Forensik befasst sich mit der Untersuchung von Vorf√§llen auf digitalen Systemen mit dem Ziel, Fakten zu sammeln, zu analysieren und Schlussfolgerungen zu ziehen.

VoIP-Telefonanlagen, sogenannte Private Branch Exchanges (PBX), findet man zunehmend in Unternehmen und auch im privaten Bereich. Hier sind beispielsweise reine Softwarelösungen (z.B. Asterisk) oder Hardwarelösungen anzutreffen, wie sie Telefonfirmen als VoIP-Gateway zuhause am DSL-Anschluss installieren.

Seit der Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung ist allgemein bekannt, dass sich auf Telefonanlagen zumindest Verkehrsdaten √ľber l√§ngere Zeit speichern und auswerten lassen. Neben dieser gewollten Datenspeicherung besteht die begr√ľndete Vermutung, dass Telefonanlagen ungewollt bzw. unbewusst eine Vielzahl weiterer Daten aufzeichnen.

Aufgabenbeschreibung: F√ľr die oben genannten VoIP-PBX soll untersucht werden, welchen Daten so einer forensischen Analyse zug√§nglich sind.

Dabei sind folgende Teilaufgaben notwendig:

  • Einarbeitung in den Stand der Technik

    • VoIP-Telefonanlagen / PBX
    • Vorgehensweisen bei der forensischen Analyse

  • Forensische Analyse eines konkreten Systems

    • PBX
    • Endger√§t (Mobiltelefon, VoIP Softphone)

  • Ableitung von Schlussfolgerungen

    • Verhinderungsm√∂glichkeiten einer ungewollten Datenspeicherung
    • Gef√§hrdung durch unberechtigte forensische Analysen

Die genaue Festlegung des Themas erfolgt in Abstimmung mit den Betreuern unter Ber√ľcksichtigung eventuell schon an andere Studenten vergebener Themengebiete. Eine gemeinsame Bearbeitung verschiedener Teilthemen durch mehrere Studenten ist unter Umst√§nden m√∂glich.

Literatur:

  • B. Carrier: "File System Forensic Analysis", Addison Wesley, 2005
  • K. J. Jones, R. Bejtlich, C. W. Rose: "Real digital Forensics", Addison Wesley, 2006

Betreuer: Dr. Thomas Mundt

Kontakt: E-Mail an thm(at)informatik.uni-rostock.de

Voraussetzungen: Keine