Werkzeugkasten f├╝r PlanetLab

Art der Arbeit: Bachelorarbeit, Studienarbeit

Fachlicher Hintergrund:

Das "PlanetLab" besteht aus Computern verteilt ├╝berall auf der Erde. Diese Computer bilden ein eigenes Netzwerk, welches als Testumgebung f├╝r Forschungen im Bereich Computernetzwerke und verteilte Systeme dient. PlanetLab existiert seit 2002 und umfasste Anfang diesen Jahres bereits ├╝ber 1000 Knoten.

Jeder Teilnehmer des Netzwerks beteiligt sich mit zwei Computern, die in das Netzwerk eingebunden werden. Im Gegenzug erh├Ąlt der Teilnehmer die M├Âglichkeit, Netzwerkdienste auf der bestehenden Infrastruktur zu entwickeln, Technologien f├╝r das "Internet der Zukunft" zu erproben und erfolgreiche Entw├╝rfe dort auch langfristig umzusetzen.

Ein wesentlicher Vorteil der Verwendung von PlanetLab als Testumgebung f├╝r netzwerkbasierte Anwendungen besteht darin, dass diese Experimente dort unter Bedingungen ablaufen wie sie auch in realen Netzwerken vorzufinden sind. Weiterhin k├Ânnen Dienste ├╝bergangslos auf derselben Infrastruktur in den Regelbetrieb gehen, d.h. es entsteht kein Migrationsaufwand. Die eingesetzte Virtualisierungssoftware erlaubt dabei auch die Erprobung von Diensten, die in anderen Netzwerken m├Âglicherweise zu schwerwiegenden St├Ârungen f├╝hren w├╝rden.

Die Durchf├╝hrung von Experimenten erfolgt im einfachsten Fall mithilfe der PlanetLab-Webseite und scp/ssh. Im Rahmen dieser Arbeit sollen weiterf├╝hrende Experimentierumgebungen erprobt und dokumentiert werden.

 

Aufgabenbeschreibung:

Vorhandene Experimentierwerkzeuge f├╝r das PlanetLab sollen evaluiert und die Ergebnisse dokumentiert werden. Anhand einer am Lehrstuhl entwickelten Netzwerk-Software sollen mithilfe der ausgew├Ąhlten Werkzeuge Netzwerkexperimente mit mehreren hundert Knoten durchgef├╝hrt werden und das Verhalten der einzelnen Knoten sowie der Netzwerkverkehr mit geeigneten Hilfsmitteln aufgezeichnet und M├Âglichkeiten zur Auswertung entwickelt werden.

Arbeitsschritte:

  • Einarbeitung in PlanetLab (PL)
  • Einfache Experimente mit Software "Chord Routing Framework" (CRF)
  • Begr├╝ndete Auswahl/ Aufsetzen einer Experimentierumgebung (PL+CRF+m├Âglichst viele Knoten (100+))
  • Analyse des Knotenverhaltens und des Netzwerkverkehrs
  • Ausf├╝hrliche Dokumentation insbesondere der letzten beiden Schritte

Die genaue Festlegung des Themas erfolgt in Abstimmung mit den Betreuern unter Ber├╝cksichtigung eventuell schon an andere Studenten vergebener Themengebiete. Eine gemeinsame Bearbeitung verschiedener Teilthemen durch mehrere Studenten ist unter Umst├Ąnden m├Âglich.

Ressourcen:

Ansprechpartner: Prof. Clemens Cap

Kontakt: E-Mail an clemens.cap(at)informatik.uni-rostock.de

Voraussetzungen: Linux-/Skriptsprachen-Kenntnisse m├Âglicherweise hilfreich