Art der Arbeit: Masterarbeit

Fachlicher Hintergrund:

In dieser Arbeit soll ├╝berpr├╝ft werden, ob mit Hilfe von Geb├Ąudeautomationssystemen forensisch verwertbare Informationen geliefert werden k├Ânnen. Als konkretes, aber trotzdem verallgemeinerbares Beispiel geht es darum, zu pr├╝fen, ob die Benutzer einer Kaffeemaschine aus den Daten der Geb├Ąudeautomation ermittelt werden k├Ânnen.

Geb├Ąudeautomationssysteme werden unter anderem zur Steigerung des Komforts, zum Sparen von Energie, Wasser, Fernw├Ąrme und anderen Versorgungsleistungen und zur Erh├Âhung der Ausfallsicherheit eingesetzt. Daf├╝r werden eine Reihe von Sensoren eingesetzt. Ein Labor und seine unmittelbare Umgebung sind beispielsweise mit folgenden Sensoren ausgestattet:

  • Infrarot-Bewegungssensoren im Flur vor dem Labor
  • T├╝rkontakt in allen Fenstern und und T├╝ren
  • T├╝rkontakt im K├╝hlschrank
  • Zwei Bewegungssensoren im Raum
  • Sensor f├╝r die aktuelle Leistungsaufnahme der Kaffeemaschine

Weiterhin stehen folgende Informationen zur Verf├╝gung:

  • Raumbelegungsplan und Annahmen ├╝ber die Teilnehmer von Sitzungen aus dem Raumbelegungsplan
  • Individuelle Kalender einzelner Mitarbeiter
  • Zuordnung der Mitarbeiter zu B├╝ros

Aufgabenbeschreibung:

Es soll unter strengster Einhaltung des Datenschutzes gepr├╝ft werden, ob es m├Âglich ist, sinnvolle Score-Werte f├╝r die Wahrscheinlichkeit des Kaffeemaschinen-Benutzung zu ermittelt.

M├Âgliche Arbeitsschritte:

  • Einarbeitung in Grunds├Ątze Geb├Ąudeautomatisierung und der vorhandenen Sensoren und Schnittstellen dazu
  • Ausarbeitung einer Verfahrensbeschreibung zur Wahrung des Datenschutzes w├Ąhrend des Experiments
  • Entwicklung eines Verfahrens zur Erkennung der Kaffee-Br├╝h-Zyklen anhand der Leistungsaufnahme der Kaffeemaschine
  • Entwicklung eines Verfahrens zur wahrscheinlichkeitsbasierten Zuordnung von Br├╝h-Zyklen zu Personen (Scoring), dazu Einarbeitung in Data-Mining Verfahren zur Zuordnung von Personen zu Sensor-Events
  • Experiment
  • Auswertung

Die genaue Festlegung des Themas erfolgt in Abstimmung mit den Betreuern unter Ber├╝cksichtigung eventuell schon an andere Studenten vergebener Themengebiete. Eine gemeinsame Bearbeitung verschiedener Teilthemen durch mehrere Studenten ist unter Umst├Ąnden m├Âglich. 

Literatur und Ressourcen:

  • Aschendorf, Bernd. "Funktionen der Geb├Ąudeautomation." Energiemanagement durch Geb├Ąudeautomation. Springer Fachmedien Wiesbaden, 2014. 25-39.
  • Merz, Hermann, Thomas Hansemann, and Christof H├╝bner. "Geb├Ąudeautomation." M├╝nchen: Carl-Hanser-Verlag (2010).
  • Mundt, Thomas, Frank Kruger, and Till Wollenberg. "Who refuses to wash hands? Privacy issues in modern house installation networks." Broadband, Wireless Computing, Communication and Applications (BWCCA), 2012 Seventh International Conference on. IEEE, 2012.
  • Kruger, Frank, et al. "Where are my colleagues and why? tracking multiple persons in indoor environments." Intelligent Environments (IE), 2014 International Conference on. IEEE, 2014.

Betreuer: Dr. Thomas Mundt (thm@informatik.uni-rostock.de)

Voraussetzungen: Keine besonderen