Sensor Mapping

Art der Arbeit: Masterarbeit

Fachlicher Hintergrund:

Moderne GebĂ€ude sind zum Zweck der GebĂ€udeautomation mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet. Darunter fallen Sensoren wie Lichtschalter, Infrarot-Bewegungsmelder, TemperaturfĂŒhler, Windmesser und viele weitere Arten mehr.

Die Sensordaten lassen sich fĂŒr eine Reihe von ĂŒber die GebĂ€udesteuerung hinausgehende Fragestellungen benutzen. Beispielsweise kann Data Mining betrieben werden, um RĂŒckschlĂŒsse auf das Sozialverhalten der Benutzer eines BĂŒrogebĂ€udes ziehen zu können. Ebenso kann ein Intrusion Detection System fĂŒr GebĂ€ude erstellt werden, das anormale Sensordaten erkennt und anzeigt.

Eine wichtige Voraussetzung ist, dass bekannt ist, welche "Telegramme" im Hausinstallationsbus von welchem Sensor stammen. Diese Meta-Informationen zur Zuordnung zu beschaffen, ist oftmals umstÀndlich.

Aufgabenbeschreibung:

Über einen lĂ€ngeren Zeitraum wurden Sensordaten aus einem Hausinstallationsbus gewonnen und aufgezeichnet.

Im Rahmen der Masterarbeit soll ein System entworfen und zumindest teilweise umgesetzt werden, dass zu rohen Sensordaten die notwendigen Meta-Informationen "errĂ€t". Folgende Parameter können beispielsweise dazu ĂŒberprĂŒft und genutzt werden:

  • Zeitliche Aufeinanderfolge von Sensorereignissen.
  • Rhythmus der Sensorereignisse.
  • Tageszeitliche, wöchentliche oder jahreszeitliche Verteilung der Sensorereignisse.
  • Wertebereich der Sensordaten.

Mögliche Arbeitsschritte:

  • Einarbeitung in Technik der Hausinstallations-Busse.
  • Explorative Untersuchung der vorhandenen Sensordaten.
  • Einarbeitung in Techniken zum Modellieren menschlichen und maschinellen Verhaltens.
  • Entwicklung eines Konzepts, mit dessen Hilfe die Sensordaten rĂ€umlich und auf den Sensortyp zugeordnet werden.
  • Implementierung als Prototyp.
  • Test.

Die genaue Festlegung des Themas erfolgt in Abstimmung mit den Betreuern unter BerĂŒcksichtigung eventuell schon an andere Studenten vergebener Themengebiete. Eine gemeinsame Bearbeitung verschiedener Teilthemen durch mehrere Studenten ist unter UmstĂ€nden möglich.

Literatur und Ressourcen:

  • Gomez, C. & Paradells, J.: Wireless Home Automation Networks: A Survey of Architectures and Technologies, Comm. Mag., IEEE Press, 2010, 48, 92-101
  • Merz, H.; Hansemann, T. & HĂŒbner, C.: GebĂ€udeautomation: Kommunikationssysteme mit EIB/KNX, LON und BACnet, Hanser Verlag, 2007

Betreuer: Dr. Thomas Mundt (thm@informatik.uni-rostock.de)

Voraussetzungen: